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Wann ist Jesus Auferstanden – Bibel, Datum und Fakten

Leon Lukas Becker Fischer • 2026-04-05 • Gepruft von Daniel Becker

Die Auferstehung Jesu von Nazaret gilt als zentrales Ereignis des Christentums. Die Frage nach dem genauen Zeitpunkt beschäftigt Theologen und Historiker seit Jahrhunderten – mit erstaunlich differenzierten Ergebnissen.

Während die Bibel den Vorgang theologisch präzise als „am dritten Tag“ beschreibt, bleibt das historische Kalenderdatum Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Zwischen 30 und 33 n. Chr. liegen die gängigen Datierungsansätze für die Kreuzigung, gefolgt von der Auferstehung am darauffolgenden Sonntag.

Wann ist Jesus auferstanden?

Theologisches Datum

Dritter Tag nach der Kreuzigung (Ostersonntag)

Geschätztes Jahr

30 oder 33 n. Chr.

Biblische Basis

Matthäus 28, Markus 16, Lukas 24, Johannes 20

Kirchliche Feier

Ostern (beweglicher Festtag)

  1. Die Auferstehung bildet den Glaubensgrundstein des Christentums und wird in der Apostelgeschichte als zentrale Verkündigung überliefert.
  2. Die „Drei-Tage-Formel“ folgt der inklusiven jüdischen Zeitrechnung, nicht einer exakten 72-Stunden-Angabe.
  3. Ein exaktes historisches Kalenderdatum lässt sich aufgrund divergierender Quellen nicht mit Gewissheit festlegen.
  4. Die jährliche Osterfeier orientiert sich am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.
  5. Erste Zeuginnen und Zeugen berichten von Erscheinungen am Morgen des dritten Tages.
Biblischer Zeitrahmen 3 Tage nach der Kreuzigung
Wochentag Sonntag (Erster Tag der Woche)
Jahr (Schätzung) 30 oder 33 n. Chr.
Ort Grabstätte außerhalb Jerusalems
Erste Zeugen Maria Magdalena, andere Frauen, später die Jünger
Historische Quellen Neues Testament, Josephus, Tacitus (indirekt)

Wie viele Tage nach der Kreuzigung ist Jesus auferstanden?

Die Evangelien beschreiben die Auferstehung konsistent als Ereignis „am dritten Tag“ oder „nach drei Tagen“. Diese Formulierung berücksichtigt die jüdische Zeitrechnung, bei der ein Teil eines Tages als voller Tag zählt.

Die inklusive Zeitrechnung des antiken Judentums

Freitagnachmittag markiert den Beginn des ersten Tages, der Sabbat (Samstag) den zweiten, und der Sonntagmorgen den dritten Tag. Dies erklärt, warum Jesus am Sonntag als auferstanden gilt, obwohl nicht 72 Stunden vergangen waren. Biblische Chronologien verdeutlichen dieses Zählprinzip.

Der Sonntag als „Erster Tag der Woche“

Alle vier Evangelien datieren das Leere Grab auf den Tag nach dem Sabbat, den ersten Wochentag. Damit etablierte sich der Sonntag als christlicher Feiertag, der später als „Herrentag“ bezeichnet wurde. Eine detaillierte Chronologie beschreibt die Abfolge der Ereignisse.

Zur Zeitrechnung

Die Bibel verwendet verschiedene Ausdrücke: „in drei Tagen“ (Mt 26,61), „nach drei Tagen“ (Mk 8,31) und „am dritten Tag“ (Lk 24,46). Diese Varianten widersprechen sich nicht, sondern spiegeln die damalige Sprachgewohnheit wider.

Ist die Auferstehung Jesu historisch belegt?

Die historische Methode unterscheidet zwischen der gesicherten Kreuzigung und der Auferstehung als Glaubensereignis. Während die Hinrichtung durch Pontius Pilatus in römischen und jüdischen Quellen außerbiblisch belegt ist, bleibt die Auferstehung im Kern ein theologisches Kerygma.

Historische Konsistenz der Kreuzigungsdaten

Die Datierung auf 30 oder 33 n. Chr. stützt sich auf astronomische Berechnungen des Passahmondes sowie die Regierungszeit des Statthalters Pontius Pilatus (ab 26/27 n. Chr.). Theologische Untersuchungen favorisieren dabei häufig das Jahr 30 n. Chr., während naturwissenschaftliche Analysen eher auf 33 n. Chr. verweisen.

Die Grenzen zwischen theologischem und historischem Datum

Ein theologisches Datum definiert den Heilszusammenhang (der dritte Tag), während das historische Datum nach dem konkreten Kalendertag fragt. Beide Ebenen schließen einander nicht aus, erfüllen aber unterschiedliche Aussageabsichten. Theologische Kommentare betonen diese Differenzierung.

Wissenschaftlicher Konsens

Die Auferstehung als physisches Ereignis lässt sich historisch nicht im selben Maße verifizieren wie die Kreuzigung. Sie wird primär durch die Zeugnisse der ersten Jünger und der Paulusbriefe tradiert.

Was bedeutet die Auferstehung für das Christentum?

Paulus bezeichnet die Auferstehung als Kern des Glaubens: „Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann ist euer Glaube nichtig“ (1 Kor 15,17). Sie begründet die Hoffnung auf ewiges Leben und die Überwindung des Todes.

Osterfeier und bewegliches Fest

Christen feiern Ostern am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling, angelehnt an den jüdischen Passahmond. Dieses bewegliche Datum fällt zwischen dem 22. März und dem 25. April. Evangelische Theologen betonen dabei die Bedeutung des Sonntags als Auferstehungstag.

Osterberechnung

Der Ostertermin ergibt sich aus der astronomischen Bestimmung des Frühlingsäquinoktiums und des darauffolgenden Vollmondes. Diese Berechnungsmethode geht auf das Konzil von Nicäa (325 n. Chr.) zurück.

Wie verlief die Passionwoche chronologisch?

  1. Donnerstag: Letztes Abendmahl, Verrat durch Judas, Gefangennahme in Gethsemane
  2. Freitag: Verhör vor Pilatus und Herodes, Kreuzigung am 14. Nisan, Tod vor dem Sabbat
  3. Samstag: Ruhe im Grab während des Sabbat, Wache der römischen Soldaten
  4. Sonntag: Leeres Grab, erste Erscheinungen bei Maria Magdalena und den Emmausjüngern

Diese Abfolge basiert auf den synoptischen Evangelien und dem Johannesevangelium, die in Details leicht voneinander abweichen. Wikipedia liefert eine detaillierte Vergleichsübersicht der verschiedenen Ansätze.

Was ist historisch gesichert, was bleibt ungewiss?

Gesicherte Erkenntnisse Offene Fragen
Biblisch: Auferstehung am dritten Tag Exaktes Kalenderdatum (Tag/Monat/Jahr)
Liturgisch: Feier am Ostersonntag Astronomische exakte Bestimmung des Jahres
Historisch: Kreuzigung unter Pontius Pilatus Genaue Stundenzahl im Grab
Zeugnisse: Mehrere unabhängige Quellen Physikalische Prozesse der Auferstehung

Theologischer und liturgischer Kontext

Die Unterscheidung zwischen dem theologischen Ereignis („am dritten Tag“) und dem liturgischen Gedenken (Ostersonntag) prägt das christliche Verständnis. Während das historische Datum im Alltag kaum Relevanz besitzt, strukturiert der bewegliche Ostertermin das Kirchenjahr und damit auch gesellschaftliche Rhythmen. Für Angestellte im öffentlichen Dienst hat dies konkrete Auswirkungen auf die Urlaubsplanung, wie der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – Entgelttabelle 2025 exemplarisch zeigt.

Die Berechnung des Osterdatums durch den Computus verbindet astronomische Beobachtungen mit theologischer Tradition. Diese Komplexität spiegelt die Spannung zwischen irdischer Zeitrechnung und überzeitlicher Bedeutung wider.

Welche Quellen berichten von der Auferstehung?

„Am Abend aber des Sabbats, als der erste Tag der Woche anbrach, kam Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.“

Matthäus 28,1

„Ich habe euch zuvor überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift, und dass er begraben worden ist, und dass er auferstanden ist am dritten Tag nach der Schrift.“

1. Korinther 15,3-4

Neben den kanonischen Evangelien verweisen katholische Bibellexika auf die Bedeutung der Zeugenberichte in der Apostelgeschichte und bei Paulus. Historische Artikel zur Auferstehung diskutieren zudem die Reichweite der überlieferten Zeugnisse.

Fazit

Die Auferstehung Jesu wird biblisch einhellig auf den dritten Tag nach der Kreuzigung und den Sonntag datiert. Ob dieses Ereignis im Jahr 30 oder 33 n. Chr. stattfand, bleibt unter Historikern umstritten. Für Christen bildet der Ostersonntag unabhängig vom exakten Kalenderjahr das Zentrum des Glaubens. Eine detaillierte Analyse bietet der Artikel Wann ist Jesus auferstanden – Bibel, Datum, historische Fakten.

Wann feiern Christen Ostern?

Ostern wird am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert, zwischen dem 22. März und 25. April.

Wer waren die ersten Zeugen der Auferstehung?

Maria Magdalena und andere Frauen besuchten zuerst das Grab. Später erschien Jesus den Emmausjüngern und den verbliebenen Aposteln.

Warum wird Ostern an verschiedenen Daten gefeiert?

Der bewegliche Termin folgt dem lunisolaren Kalender und dem Frühlingsäquinoktium, nicht dem gregorianischen Festkalender.

Was bedeutet „am dritten Tag“ konkret?

Nach jüdischer Zählweise zählt der Tag der Kreuzigung als erster Tag, der Sabbat als zweiter, und der Sonntag als dritter Tag.

Ist die Auferstehung ein historisches oder theologisches Ereignis?

Die Kreuzigung ist historisch gesichert; die Auferstehung wird theologisch als Glaubensereignis verstanden, das die Jünger zur Kirchengründung motivierte.

Leon Lukas Becker Fischer

Uber den Autor

Leon Lukas Becker Fischer

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.